Reisebericht Höhepunkte Panamas

Auf diesen Seiten möchte ich von einer Reise durch Panama berichten, das wir im Rahmen unserer Mittelamerikatour besucht haben. Wir waren zuletzt an der Playa Potrero in Costa Rica und wollten von dort weiter nach Panama, weil wir den Reisebaustein "Höhepunkte Panamas" bei Thomas Cook gebucht hatten. Vorteilhaft ist, dass man von Liberia im Norden Costa Ricas direkt dorthin fliegen kann und nicht zur Hauptstadt San José zurück muss.


Donnerstag, 13.3.2014

Flug von Costarica nach Panama

Wir sind schon früh aufgestanden und sitzen vor halb sieben beim Frühstück in unserem Hotel Bahia del Sol in Potrero. Um 8:00 Uhr kommt unser Taxi und bringt uns in einer Stunde zum Preis von 90 $ zum Flughafen nach Liberia. Dort müssen wir erst die Ausreisesteuer bezahlen und ziemlich lange am Ticketschalter warten. Erst kurz vor 11:00 kommen wir zum Gate. Dann geht allerdings alles sehr pünktlich vonstatten, wir fliegen mit COPA, einer Fluggesellschaft, die auch zur Star Alliance gehört und nach einer Stunde und 20 Minuten sind wir in Panama.

Beim Anflug auf Panama City ist der Eingang zum Kanal mit der Puente de las Americas deutlich zu sehen. Im Hintergrund kann man die Wolkenkratzer von Downtown erkennen.
Immigration und Zoll haben wir schnell hinter uns und draußen steht schon wieder die Taxi Mafia, die 60 $ für die Fahrt vom Flughafen zu unserem Hotel haben will.
 

Panama City

Aber dann schaffen wir es auch für 40$ und der Fahrer fährt uns mürrisch die 25 km zum Hotel Crowne Plaza. Der Balboa als Währung ist uninteressant, weil er gleich dem Dollar ist und gar nicht gewünscht wird. Der Dollar ist gleichberechtigte Währung hier. Daran merken wir gleich, dass Panama ein gehöriges Stück teurer ist als Costa Rica.

Die unangenehme Überraschung erwartet uns sogleich beim Einchecken im Hotel, weil keine Reservierung vorliegt. Wir sind wiederum sauer auf Thomas Cook, weil es die gleiche Misere wie in San Rosé ist, wo wir auch nicht angemeldet waren. Wir nehmen uns vor, niemals mehr bei Thomas Cook zu buchen oder in jedem Fall persönlich unsere Ankunft im Hotel vorher per Mail bestätigen zu lassen. Danach dauert es nämlich noch eine ganze Weile, bis es nach vielem Hin und Her durch den freundlichen und energischen Einsatz des Concierge klappt.

Hier merke ich zum ersten Mal, was die Mitgliedskarte zur Hotelkette bewirken kann, die ich ihm unter die Nase halte und erkläre, dass ich andernfalls eine ganz böse Bewertung über die Rezeption abgeben werde. Da ich in meinen Spanischkursen immer von meiner mexikanischen Lehrerin Teresa darauf hingewiesen wurde, dass man sich in Lateinamerika grundsätzlich lautstark und wütend beschweren muss, wenn man etwas erreichen will, hat das auch hier geholfen: "tengo una queja" ist immer sehr wichtig.

Wir bekommen Zimmer 604 und 609 im sechsten Stock und sind zufrieden, weil alles da ist: 2 große Betten, ein vernünftiges Bad, Stauraum und ein Schreibtisch. Das WLAN ist kostenlos wegen unserer Membership-Karte.

Nach kurzer Eingewöhnung (inzwischen ist es  wegen der Zeitverschiebung schon 16: 00 Uhr) nehmen wir zur Happy Hour als kostenlosen Begrüßungsdrink (wegen unserer Unannehmlichkeiten) in der Bar einen Guaro Sour mit Ron Abuelo und besprechen unseren morgigen Tag, den wir ja zu unserer Verfügung haben, bevor die Rundreise mit Thomas Cook beginnt.
Abends fahren wir zu Tony Roma´s und bereuen unseren Entschluss trotz der Fahrtkosten mit dem Taxi (hin 10 $ und zurück 7 $) nicht, denn die Baby Back Ribs sind große Klasse.

Mit einem Absacker in der Bar beschließen wir unseren ersten Tag.


Blick aus unserem Hotelzimmer im 6. Stock auf Panama City
Freitag, 14.3.2014

Das Hotel Crowne Plaza ist im Übrigen eine gute Wahl von uns gewesen, weil es zentral in der Innenstadt liegt und sich die Haltestelle vom  Hop on - Hop off - Bus gleich um die Ecke befindet. Auf der untenstehenden Karte ist das die Nummer 1. Wenn Sie sich für das Hotel interessieren, sollten Sie sich die Webseite des Crowne Plaza anschauen. Ich habe auch dazu eine ausführliche Bewertung im Tripadvisor geschrieben.
Wir stehen schon um halb sieben auf  und sitzen um 7:15 Uhr beim hervorragenden Frühstücksbüffet, weil wir danach mit dem Hop on - Hop off -Bus eine Stadtrundfahrt machen wollen. Wir beginnen mit der Blauen Tour, die hier eingezeichnet ist:

Unser Hotel liegt links neben der Stelle, wo die Nr.1 eingezeichnet ist. Das ist sehr günstig, denn in 5 Minuten sind wir am Startpunkt.
Zuerst einmal fahren wir mit der "Blauen Linie" eine komplette Runde und schauen uns Panama City an, um einen Überblick zu gewinnen.
Wir sind erstaunt über den enormen Verkehr, die modernen Autos und die imposanten Hochhäuser. Uns fallen die vielen Porsche und Mercedes auf, die wir in den anderen mittelamerikanischen Ländern nicht gesehen haben.

Wenn man die Skyline betrachtet, muss es der Stadt und dem Land Panama gut gehen. Hier hat sich eine Metropole entwickelt, die keinen Vergleich mit anderen Hauptstädten zu scheuen braucht.


"Der Bohrer" heißt dieses Hochhaus bei den Panamesen.

Von den 3,5 Millionen Einwohnern von Panama leben 1,5 Millionen in Panama City. Die Stadt ist in einem rapiden Größenwachstum begriffen, das durch die Immobilienspekulation mit Drogengeldern aus Kolumbien gefördert wird.

An der Haltestelle Panama Viejo steigen wir aus und besuchen die Ruinen der alten Stadt Panama, die heute Weltkulturerbe der UNESCO sind. Gepflegt ist diese Station aber nicht, denn viele Schilder sind unlesbar.

Wir klettern auf den Turm der alten Kathedrale und fotografieren von oben die Skyline der Stadt:


Blick aus dem Fenster des Turms


Es ist Ebbe und das Wasser in der Bucht ist verschwunden; nur große Schlammflächen sind stattdessen zu sehen.

Es ist sehr heiß und wir kommen erst mit dem Bus 12:25 Uhr weiter, der auch mit ziemlicher Verspätung um 12:40 Uhr eintrifft. Dadurch verpassen wir das Umsteigen am Multi-Centro und können erst kurz vor 14:00 Uhr in die Rote Linie umsteigen, die die Kanaltour umfasst.

Der Bus fährt um den Cerro Ancon herum bis zu den Miraflores Schleusen. Hier wollen wir aber nicht aussteigen, weil wir ja noch eine Fahrt durch den Kanal gebucht haben, bei der wir die Schleusen viel besser anschauen können.


Beeindruckend ist der Blick auf die Skyline von der Calzada de Amador aus gesehen.

Die Fahrt endet am Casco Antiguo, das wir zu Fuß durchstreifen.
Wir fotografieren viele alte, aber schön restaurierte  Gebäude, Straßen und lächelnde einheimische Leute aus Panama. Bei den Häusern gibt es große Gegensätze: Wo mit Hilfe von UNESCO-Geldern restauriert wurde, sind attraktive Gebäude entstanden; wo kein Geld investiert wurde, bleibt der Denkmalschutz bestehen  und an der Fassade ändert sich nichts. Malerisch sind die Häuseransichten trotzdem.


Warteschlange am Bus

Auf der Plaza Bolivar nehmen wir einen Happy Hour Drink und fahren danach mit dem Taxi zurück zum Hotel. In der Abendsonne sieht die Skyline von der Avenida Balboa beeindruckend aus:

Als wir im Hotel ankommen, finden wir auch eine Nachricht von Gamboa Tours vor, dass uns ein Guide morgen früh um 7:30 Uhr abholt. Anschließend essen wir im Hotel zu Abend. Ich schreibe noch karten und einen Bericht fürs Internet. Neue Mückenstiche habe ich aber auch bekommen.

Fahrt durch den Panamakanal

Samstag, 15.3. 2014

Wir stehen schon um halb sechs auf, um um 6:00 Uhr in Ruhe zu frühstücken. Wir sind erstaunt, wie viele Personen schon um diese Zeit dort beim Frühstück sitzen - es sind vor allem Besatzungsmitglieder von Schiffen. Auch unsere Reiseleiterin ist schon da und will uns um 7:00 Uhr abholen. Das lehnen wir aber ab, weil wir in Ruhe frühstücken wollen. Dann geht aber alles perfekt los, denn die ältere Reiseleiterin Veronika entpuppt sich als sehr clevere Person, die alles im Griff hat. Sie erscheint mit einem Minibus und dem Fahrer Alexis, der in der Zwischenzeit noch zwei Gäste von einem anderen Hotel abgeholt hat., die auch die Tour gebucht haben, die von der Agentur "Gamboa-Tours" durchgeführt wird.
Erstaunt blickt sie uns an, dass wir keine Vouchers haben, hat uns jedoch auf ihrer Liste und übergibt uns schon einmal zwei Karten von der Kanaldurchfahrt.

Alexis fährt uns dann zur Anlegestelle des Ausflugsschiffes, das die Kanaldurchfahrt macht. Anschließend bugsiert uns Veronika geschickt durch die wartende Menschenmenge bis in die erste Reihe vor dem Tor, das um 8:00 Uhr geöffnet wird. Jetzt verstehen wir auch ihre Sorge um die frühe Abfahrt, denn nur so bekommt man die besten Plätze auf dem Schiff. Wir müssen lediglich den älteren Gästen aus einem Exclusiv-Bus den Vortritt lassen, die sich mit Vitamin B den Zutritt verschafft haben. Die wissen allerdings nicht, wo die besten Plätze im Schiff sind, deshalb nutzt Veronika das wieder sehr geschickt aus und lotst uns zu den überdachten Plätzen auf dem Vorderschiff, die während der Fahrt im Schatten liegen. Wir sind ihr sehr dankbar dafür.
Zunächst erleben wir die Einfahrt der großen Schiffe in den Kanal mit, müssen aber drei Runden drehen, bis wir uns an ein Schiff anhängen können, das in die Schleuse fährt. Ankern darf man in dem Kanal nämlich nicht. Alles funktioniert hier nur mit Lotsen - auch auf unser Ausflugsschiff kommt ein Lotse. Das Schiff, auf dem wir uns befinden, ist übrigens gar nicht so klein, denn 1000 Passagiere befinden sich jetzt darauf.

Schließlich dürfen wir uns an einen griechischen Tanker hängen, der Soja-Öl geladen hat. In der Zwischenzeit erzählt Veronika viel über Panama und den Kanal. Vor allem zieht sie uns aber den Zahn, dass der Ausflug 3 Stunden dauert. Mit 6 Stunden müssten wir schon rechnen, erklärt sie uns.

Wir sehen auch die vielen Container, die von den Schiffen auf einen Zug geladen werden, weil die Schiffe entweder zu groß für die Durchfahrt sind oder weil ihnen die Durchfahrt zu teuer ist. Ein Schiff muss nämlich je nach Tonnage zwischen 200 000 und 400 000 Dollar bezahlen. Ein Kreuzfahrtschiff kostet ebenso viel - der Preis richtet sich nach der Kabinenzahl des Schiffes. Sogar unser Ausflugsschiff muss 1000 Dollar für die Tour bis nach Gamboa am Chagres Fluss bezahlen.

Vor uns fährt der griechische Tanker, an den wir uns anhängen dürfen. Wir nähern uns der Centennial Bridge und betrachten fasziniert die riesigen Containerschiffe, die an uns vorbeituckern und von Lotsenschiffen in der richtigen Bahn gehalten werden.
Die Durchfahrt durch den Kanal ist ganz interessant, aber nicht so spektakulär, wie wir es am Yangtse in China erlebt haben. Spannend wird es, als wir uns den Miraflores Schleusen nähern, denn die Durchfahrt erfordert wirklich eine zentimetergenaue Steuerung.

Die Lotsen helfen dem Kapitän  und die elektrischen Lokomotiven an der Seite sorgen mit ihren Stahlseilen für die Richtungskorrektur.
Die Chinesen haben übrigens eine Eisenbahnstrecke bis nach Colon gebaut und laden mit riesigen Krankolonnen die Container von den großen Frachtern auf die Eisenbahnwaggons, um sie nach Colon zu transportieren, wo sie wieder auf andere große Frachter verladen werden. So ersparen sich die Reederein die teure Durchfahrt durch den Kanal und die Chinesen verdienen viel Geld für den Eisenbahntransport. Es ist für alle ein lukratives Geschäft. Der Hafen ist inzwischen auch schon fast ganz in chinesischer Hand.
Erstaunlich schnell steigt das Schiff, wenn sich die mächtigen Stahltore der Schleuse schließen. Es gibt im Übrigen auch jeweils eine Webcam an den Miraflores Schleusen und an den Gatun Schleusen, mit der Sie in Echtzeit die Durchfahrt der Schiffe beobachten können. Die Webcams sind 24 Stunden täglich in Betrieb. Zwischen Deutschland und Panama beträgt der Zeitunterschied 6 Stunden.

Die gleiche Prozedur erleben wir eine halbe Stunde später an den Pedro Miguel Schleusen, wo unser Schiff zweimal 8 Meter gehoben wird und ein weiteres Mal um 10 Meter. Das dauert insgesamt 3 1/2 Stunden. Das nebenstehende Video zeigt die Durchfahrt durch diese Schleuse. Man kann sehr gut sehen, wie eng die Durchfahrt durch den Kanal ist. Die Lotsenboote sind jeweils hinter dem Frachter, um ihn gegebenenfalls in die Fahrbahnmitte zu drücken. An den Seiten fahren Elektro- Loks, die das Schiff durch die Schleuse ziehen.

Die Gamboa Rainforest Lodge

Um halb drei legen wir in Gamboa am Zufluss des Rio Chagres an. Es dauert eine Weile, bis alle ausgestiegen sind und in den wartenden Bussen verschwinden. Die Reihenfolge des Aussteigens wird von der Schiffsbesatzung streng geregelt. Inzwischen hat es auch einen Regenschauer gegeben, aber wir kommen trocken durch einige Pfützen in unseren Minibus.
Nach einem kurzen Stopp am Minimarkt, in dem wir uns auf Anraten von Veronika mit einigen Sixpacks Panama Beer eindecken (weil das Bier in der Rainforest Lodge so teuer ist), kommen wir kurze Zeit später in der Lodge an.

Die Zimmer 215 und 216 sind schon vorbereitet und wir sind ganz zufrieden mit dem großen Bad und der Hängematte auf dem Balkon. Es ist allerdings auch ziemlich feucht und muffig hier.
Wir packen erst einmal unsere Bierdosen in den leeren Minikühlschrank und treffen uns zur Happy Hour an der Bar. Die Abendsonne beleuchtet den Blick auf den Rio Chagres.

Die Margarita ist nicht gut, weil sie seifig schmeckt. Der Caipirinha ist besser, den der Barkeeper anschließend  nach unserer Anweisung mixt. Dafür bezahlen wir allerdings 64 Dollars für die 8 Drinks inklusive der Steuern und des Trinkgelds.
Die Anlage ist groß, aber dennoch sehr schön. WIFI in der Lobby ist kostenlos, auf dem Zimmer kostet es allerdings 16,50 $ pro Tag.
Abends essen wir im Restaurant und sind mit dem ordentlichen italienischen Büffet sehr zufrieden. Inge entscheidet sich für die Corvina (Seebrasse). Hans wählt Lasagne und Ute Salmon Tropical. Das Bier empfinden wir mit 3,50 $ als ziemlich teuer, alles andere erscheint uns zwar überhöht, aber nicht zu teuer. Wir gehen früh ins Bett.

Wenn Sie mehr über das Hotel wissen wollen, können Sie meine Bewertung beim Tripadvisor lesen.

Samstag, 16.3. 2014

Wir treffen uns um 7:;00 Uhr zum ordentlichen  Frühstücksbüffet. Um 8:30 Uhr geht es los mit einem Boot zum Monkey Island auf dem Gatun See.


Ein Krokodil gähnt am Ufer des Chagres

Wir fahren über den Rio Chagres auf den Panamakanal und dann in das Inselgewirr des Gatun-Sees. Viel gibt es nicht zu sehen. Als aber ein Krokodil auftaucht, ist meine Digitalcamera zu langsam. Es taucht ab, bevor ich den Auslöser betätigt habe. Ansonsten ist nur ein kleines Krokodil zu sehen, das sich in der Sonne wärmt.
Dafür bekommen wir aber die Affen gut zu sehen, weil unsere clevere Führerin sie mit Bananen lockt. Veronika erklärt uns wiederum den Trick: Die nachfolgenden Boote mit den Touristen würden nicht mehr viel von den Affen sehen, weil diese dann schon satt sind und nicht mehr von ihren Bäumen herunterklettern würden.
Anschließend fahren wir zur Aerial Tram , die sich auf dem weit verzweigten Hotelgelände befindet, und machen eine Fahrt durch die Baumwipfel. Viel ist nicht zu beobachten auf der der geruhsamen Fahrt in luftiger Höhe. Lediglich auf der 30 m hohen Plattform hat man ein guten Blick auf den Kanal und den Gatun-See.

Der Rundumblick von der Aussichtsplattform über den Rio Chagres und den Kanal ist fantastisch. Ich versuche, ein Panoramafoto zu schießen.
Anschließend besuchen wir das Aquarium und das Serpentarium, das sich ebenfalls auf dem Gelände des Gamboa Rainforest Resorts befindet. Einen Orchideengarten gibt es auch noch. Wir empfinden allerdings alle drei Anlagen als ziemlich mittelmäßig. Deshalb sind wir froh, als wir gegen 13:00 Uhr wieder zurück im Hotel sind und etwas Ruhe haben. Wir genießen den Nachmittag in der Hängematte auf dem Balkon und unten am Pool. Es ist ziemlich heiß und das Thermometer zeigt 34°C im Schatten.

In den Pool gehen wir nicht, weil die Duschen nicht funktionieren und die meisten Gäste ohne zu duschen mit ihren verschwitzten T-Shirts in den Pool springen. Unseren Happy Hour Drink nehmen wir an der Poolbar und müssen mit Plastikbechern vorlieb nehmen.
Das Abendessen ist nur mäßig. Viele alte Leute  und große Gruppen stehen am Büffet. Es herrscht eine Massenabfertigung und der Service ist auch nicht besonders.

Montag, 17.3. 2014

Wir sitzen schon um halb sieben beim Frühstück - gerade rechtzeitig für ein Foto vom Sonnenaufgang:

Im Chagres Nationalpark

Um 8:00 Uhr geht es los in Richtung Nationalpark Chagres. Die Straße dorthin ist voller Schlaglöcher und voller Unrat.

Es dauert mehr als 1 1/2 Stunden, bis wir an der Anlegestelle Nueva Vigia im Chagres Nationalpark ankommen. Dort warten die Emberá Indianer mit ihren Einbäumen. Sie sehen recht abenteuerlich aus in dem Wartehäuschen für die Touristen. Am Ufer liegen die Einbäume, die inzwischen alle einen Außenbordmotor haben.

Es müssen schon genügend Touristen hierher kommen, wenn sich die Eingeborenen das leisten können. Sie sind alle gut genährt und erwarten die Touristen, die mit ihren Besuchen ihren Lebensunterhalt bestreiten.
Aber wir stellen auch fest, dass unsere Reiseführerin Veronika alles professionell im Griff hat: In großen Eisboxen hat sie  Rum, Cola , Wasser, Bier und flüssige Geschenke mitgebracht, die der Fahrer Alexis in die Einbäume verlädt. Er verhandelt mit dem Häuptling Matteo, den er schon von früheren Besuchen her kennt.
Wir sind jetzt 10 Personen in einem Boot. Außer uns und dem mitfahrenden Pärchen sitzen Veronika und der Fahrer Alexis auf den Querstreben, während der Eingeborene am Außenbordmotor und Häuptling Matteo am Bug das Boot steuern. Wegen der Vorschriften müssen wir alle Schwimmwesten tragen,  es meckert aber keiner, als wir sie unterwegs ausziehen.
Die Schwimmwesten brauchen wir nämlich gar nicht, weil der Rio Chagres zur Zeit 4 m weniger Wasserhöhe hat als sonst - wegen der Trockenzeit. Dadurch muss Matteo sehr oft den Einbaum mit einer langen Stange über die flachen Stellen im Fluss vorwärts schieben. Alexis hilft ihm manchmal dabei. .
Selten können wir schnell fahren, in den meisten Fällen müssen wir uns durch riesige Flächen von Wasserhyazinthen oder gründe Entengrütze langsam hindurchkämpfen.
Die Fahrt geht über den See Alajuela den Rio Chagres hinauf. .
Unterwegs kommen wir an anderen Dörfern der Emberá Indianer vorbei, die malerisch am Ufer liegen. Manchmal winken Kinder oder wir sehen die Indianerfrauen im Fluss Wäsche waschen. Schließlich legen wir an einer flachen Stelle an, wo es nicht mehr weitergeht.

Wir müssen aussteigen und zu Fuß weitermarschieren. Ein schmaler Trampelpfad führt am Fluss entlang. Matteo geht vorneweg und zeigt uns den Weg; Alexis und der Bootsführer schleppen hinter uns die Eisbox mit den Getränken.

Wir müssen mehrmals das Flussbett durchqueren und über den rutschigen Lehmboden wieder zum Pfad zurückfinden. Die Emberas marschieren mit nackten Füßen voraus und wir sind froh, wegen der Steine Sandalen an den Füßen zu haben.
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Manchmal sind Kletterpartien angesagt, wenn der Fluss seinen Weg durch enge Schluchten gesucht hat. Schließlich kommen wir an einem sehr schönen Wasserfall vorbei mit einem richtigen Naturpool davor.
Alles sieht sehr paradiesisch aus und Veronika animiert uns, in dem natürlichen Schwimmbecken doch ein Bad zu nehmen. Immerhin ist es ziemlich heiß und feucht in diesem Dschungel. Uns ist jedoch ein solcher Urwaldfluss nicht ganz geheuer und wir verzichten darauf. Wir haben nämlich bemerkt, dass Veronika, Alexis und die Eingeborenen hier gern eine Pause machen wollen, während die Touristen das Bad am Wasserfall genießen sollen. Das gefällt uns besser als das Bad unterhalb des Wasserfalls.
 
Die eisgekühlte Cola mit dem Ron Abuelo schmeckt uns nämlich ebenfalls ausgezeichnet und wir verstehen jetzt, warum Veronika die Eisbox mitgenommen hat. Sie steigt gewaltig in unserer Achtung als professionelle Reiseführerin. Beschwingt marschieren wir weiter, aber es dauert trotzdem noch mehr als 40 Minuten, bis wir in das Dorf Embera Drua kommen - eines der vier Dörfer, das die Emberá Indianer hier bewohnen.
Es sieht so aus, als hätte sich das Dorf für unseren Besuch besonders herausgeputzt. Alles ist total sauber und die Wege zum Dorfeingang sind blank gefegt. Am Eingang des Dorfes, das hoch über dem Steilhang des Flusses liegt, treffen wir auf einige Kinder, die uns ganz aufgeregt auf einen großen Leguan aufmerksam machen, der gerade ein Küken verzehrt:
Wahrscheinlich gibt es hier im Dorf und bei den Emberá genug zu essen, denn die Kinder sind wohlgenährt.
Veronika überreicht Elias, dem Stammesältesten einige Gastgeschenke in Form von Getränken und US-Dollars. Danach werden wir in den Versammlungsraum gebeten, wo noch eine andere Besucherguppe sitzt, und Malko, sein Schwiegersohn, hält eine kleine Begrüßungsansprache. Malko erklärt, dass sie ihren Lebensunterhalt damit verdienen, dass sie aus Holz und anderen Materialien Souvenirs für die Touristen herstellen. Das sind teilweise ziemlich grob geflochtene Kränze oder Textilien, aber es sind auch fein bemalte Gefäße dabei.
Wir sind erstaunt über die bunten Farben, die wir in der Kleidung der Emberá finden. Malko versichert, dass es keine Anilinfarben sind, sondern natürliche Farben, die sie aus Wurzeln, Steinen und Pflanzen herstellen.

Die Frauen bereiten für uns ein Mittagessen vor, das aus gebratenem Fisch und gebackenen Bananen besteht. Jedes Fischfilet wird in eine Tüte aus Bananenblättern eingewickelt. Uns schmeckt natürlich dazu das eisgekühlte Bier aus der mitgeschleppten Eisbox.
Ein bunt geschmücktes und bemaltes Mädchen zeigt uns, wie die Emberá aus Pflanzenfasern und Tierfellen Gewebe herstellen. Leider demonstriert sie alles mit gelangweilter Mine, sodass wir den Eindruck haben, dass sie diese Vorstellung für die Touristen sehr oft macht und gar kein Interesse mehr daran hat.

Hinterher wird auf dem Dorfplatz getanzt; aber auch hier haben wir den Eindruck, dass das primitive Stampfen mit den nackten Füßen auf dem Lehmboden zu den rhythmischen Klängen von zwei Trommeln nicht gerade von Begeisterung geprägt ist. Lediglich die Jungen im Hintergrund haben Spaß an der Sache.
Veronika erklärt uns, dass der gesamte Stamm aus 120 Personen besteht. Es sind 24 Familien mit 37 Kindern, die seit 30 Jahren hier im Nationalpark leben. Die Emberá sind Ureinwohner hier in Panama und leben in diesem Gebiet bis zur kolumbianischen Grenze. Es gibt noch drei weitere Dörfer dieser Art, die die Genehmigung von der Regierung erhalten haben, hier zu leben. Sie werden politisch unterstützt, aber sonst leben sie lediglich vom Tourismus. Einen Stromanschluss hat das Dorf nicht, sondern lediglich ein Nottelefon mit Solarbetrieb..
Für die Kinder gibt es auch eine Schule, aber die Eltern wollen nicht, dass die Kinder in eine Schule gehen. Sie fürchten, dass dann die Kinder in die Zivilisation der Städte abwandern und nicht mehr zurückkommen.
Die angefertigten Souvenirs sind in einer anderen Hütte ausgestellt, die zu einem Verkaufsraum umgestaltet wurde. Die Schnitzereien, Schmuck- und Bastelarbeiten werden von den einzelnen Familien zum Verkauf angeboten. Das Angebot ist recht unterschiedlich - auch in der Qualität. Manche sind sind ziemlich primitiv und sehen zusammengeschustert aus. Jeweils ein Familienmitglied ist für den Verkauf zuständig. Die Preisverhandlung ist ziemlich schwierig, weil nur wenige Spanisch sprechen. Alle Teile sind alle ziemlich teuer. Die bemalten und mit Muscheln beklebten Gefäße kosten durchweg 50 bis 200 Dollar. Mir gefällt eine Maske aus Pflanzenfasern und ich muss mit der Großmutter eines Mädchens, das sie hergestellt hat, lange handeln, bis ich sie für 40 Dollar bekomme.
Die Großraumhütten sind jeweils für eine oder mehrere Familien gebaut. Wir dürfen leider nicht hineinblicken. Natürlich ist nicht alles aus Dschungelmaterial hergestellt, denn es sind auch Schalungsbretter und Bauhölzer darunter, die die Bewohner mit Sicherheit von einer Baustelle geholt haben.
Flussabwärts fahren wir mit dem Einbaum wieder zurück und bleiben auch nicht mehr stecken.

Trotz der touristischen Aufmachung hat uns dieser Ausflug zu den Emberá sehr gut gefallen, denn die Fahrt mit dem Einbaum und auch die Wanderung am Fluss entlang waren interessant und haben Spaß gemacht.
Gegen 16:30 Uhr sind wir wieder im Hotel und setzen uns zur Happy Hour unten an die Poolbar. Leider müssen wir dort den Rum-Punsch wieder aus Plastikbechern trinken.
Abends nehmen wir im Restaurant das Büffet und erfahren, dass man für 10,95 $ auch ein Salatbüffet nehmen könnte. Das hätten wir vorher wissen sollen!

Colon und Portobelo

Dienstag, 18.3. 2014

Schon um halb fünf am frühen Morgen müssen wir aufstehen, weil es um halb sechs weitergeht. Natürlich murren wir, weil es kein vernünftiges Frühstück gibt, denn mehr als einen Plastikbecher Kaffee und ein Croisson in der Lobby gibt es nicht. Aber Veronika wird schon wissen, warum sie uns so früh aus dem Bett holt.
Mit dem Minibus werden wir von Gamboa zurück nach Panama City gebracht und stehen um 6:30 Uhr als erste vor der Bahnstation der Panama Canal Railway und warten darauf, dass der Schalter geöffnet wird.


Das ist die Route des Zuges von Panama City nach Colon.
Wir sind als erste dran und lösen die Tickets nach Colon für 25 $.  Wir dürfen als erste den Zug besteigen, um die besten Plätze im Panoramawagen zu bekommen (Jetzt wissen wir, warum wir so früh aufstehen mussten und loben wiederum Veronika als Reiseleiterin). Dabei erfahren wir auch, dass  der gesamte Zug lediglich mit einem einzigen Waggon fährt, der für Passagiere vorgesehen ist.  Dieser "Panoramawagen"  ist sehr stark mit einer Klimaanlage unterkühlt, sodass wir die meiste Zeit draußen auf den offenen Bereichen stehen, um auch besser fotografieren zu können. Dort ist es allerdings ziemlich zugig. Wir warten darauf, dass der Zug einmal hält, damit wir besser fotografieren können, aber eine Haltestelle gibt es nicht.
Der Zug rast ziemlich schnell über die einspurige Strecke, die er sich mit den Containerwaggons teilen muss. Die erste Zeit geht es nur durch eine Dschungellandschaft, sodass man von der Umgebung kaum etwas sehen kann. Ab und zu ruft mal jemand: "Schau mal da, Affen in den Bäumen!" Fotografieren kann man aber nichts, weil alles so schnell vorbei ist.

Danach verläuft die Strecke am Gatun-See entlang. Der See ist hier ganz flach und ziemlich verlandet; viele Baumstümpfe ragen heraus. In der Ferne erkennt man die großen Schiffe, die auf ihrer vorgeschrieben Route den See überqueren.

Es ist ziemlich zugig vorn auf der offenen Plattform. Eine Haltestelle gibt es nicht, sondern 60 Minuten später hält der Zug auf dem Bahnhof von Colon.
Bei der Rundfahrt durch die Hafenstadt am Atlantik sind wir entsetzt über die schäbigen und heruntergewirtschafteten Wohnblöcke und die schmutzigen Straßen. Veronika erzählt von besseren Zeiten und dem Niedergang dieser lebendigen Stadt mit der Freihandelszone durch die Ansiedlung von Schwarzen, Arabern und Drogendealern.

Die Wohnblöcke sind inzwischen alle in der Hand von Chinesen und Libanesen. Im Vergleich mit dem restlichen Panama gefällt uns jedenfalls die schmutzige Stadt nicht besonders.

Für Touristen ist sie außerdem ein ziemlich unsicheres Pflaster. Die Bevölkerung ist im Vergleich mit dem übrigen Panama sehr dunkel in der Hautfarbe. Einzig und allein der Straßenzug am Hafen, wo die Kreuzfahrtschiffe festmachen, ist nach Veronikas Ansicht sauber. Dort gibt es ordentliche Geschäfte und frisch gestrichene Fassaden. Den Kreuzfahrern wird ein völlig falsches Bild von der Stadt präsentiert.
Danach fahren wir zum Fort San Lorenzo an der Mündung des Rio Chagres:
Obwohl das Fort Nationaldenkmal in einem Nationalpark ist, ist alles ziemlich heruntergekommen. Eigentlich ist es nur noch eine Ruine auf einer Landspitze mit einem schönen Ausblick auf die Mündung des Rio Chagres.

Auf der Rückfahrt machen wir noch an den Gatun-Schleusen halt und schauen von der Aussichtsplattform der Durchfahrt eines Containerschiffes zu.


100 Jahre alt ist inzwischen der Panamakanal. Das Jubiläum für die architektonische Leistung wird in Panama City groß gefeiert. Und einer neuer Kanal ist bereits im Bau.
Sie können sich im Übrigen den Schleusenvorgang auch online anschauen, wenn Sie die Webcam Gatun aufrufen. Sie müssen allerdings den Flashplayer auf Ihrem Gerät aktivieren und den Zugriff auf die Seite erlauben. Danach können  Sie die Bilder der Webcam unter der Registerkarte "High Resolution" aufrufen.

Über Colon fahren wir weiter nach Portobelo an der Karibikküste.

Schon auf der Hinfahrt sehen wir viel Unrat auf den Straßen und ziemlich heruntergekommene Hütten. Das alte Fort Jeronimo in Portobelo besteht nur noch aus Mauerresten und verrosteten Kanonen. Veronica berichtet, dass der Ort früher ein schöner Ausflugsort gewesen sei, heute aber nur noch Wohnort für Aussteiger sei, die auf den Schiffen und Booten leben, die in der Bucht ankern.
Wir machen einen Rundgang durch die Stadt und folgen dem Vorschlag aus dem Touristenbüro:

Das kleine Museum ist mickrig und besteht aus einem einzigen Raum in der alten Stadtmauer, in dem man alles gesammelt hat, was irgendwie zur Geschichte der Stadt passt. Dabei gehört das Örtchen mit 3000 Einwohnern zum UNESCO Kulturerbe.
Wenn man einen geschickten Bildausschnitt wählt, sieht die Bucht noch ganz malerisch aus; früher muss das ganz toll gewesen sein.
Da die Bewohner alles verkommen lassen, ist es heute nur noch eine verlandete Kloake mit viel Müll.
Wenn es nicht so traurig wäre, dieses Elend zu sehen, könnte man Fotostudien machen.
Überall sitzen die Geier auf den Häusern und auf den Mauern, um sich auf neuen Müll und Abfall zu stürzen.
Wir fragen Veronika, was denn die Leute bewegt, diesen Ort zu besuchen. Sie antwortet, das sei die Kirche Iglesia San Felipe mit dem Bildnis des schwarzen Jesus. Also besuchen auch wir die Kirche und fotografieren den Seitenaltar mit dem berühmten Bild.

Allerdings besuchen die meisten Leute den Ort nicht wegen der Kirche, sondern weil Portobelo ein wichtiger Knotenpunkt  für Schmuggler ist. Von hier aus fahren viele kleine Boote nach San Blas oder nach Kolumbien. Schon früher wurden hier die Schiffe der Spanier mit Gold und Silber der neuen Welt beladen, bevor sie zur langen Reise nach Spanien lossegelten. Portobelo war nämlich der Endpunkt des großen Trails von Kolumbien.
Mehr als die  Häuser des Ortes faszinieren uns die bunt bemalten Linienbusse, die von Colon nach Portobelo fahren.

Aus den Bussen sind richtige Kunstwerke geworden.
Ein Fahrer lässt uns bereitwillig ins Innere schauen. Er ist ganz stolz auf sein bemaltes Fahrzeug.
Auf dem Rückweg nach Colon kehren wir unterwegs zum Mittagessen in ein kleines Restaurant am Karibikstrand ein.
Es ist zwar schon 15:00 Uhr, aber das macht nichts. Es gibt Bananenchips, Weißkohlsalat und je nach Bestellung Shrimps, Fischfilet oder einen ganzen gebratenen Fisch mit Reis und Kochbananen. Am besten schmeckt uns das kalte Bier.
Der Strand vor dem Restaurant sieht gar nicht schlecht aus: Heller Sand, Palmen und Liegestühle. Dazu ein blauer Himmel in der Karibik. Was will man mehr?
Leider trügt der Schein: Man darf nichts ins Wasser blicken. Die braungelbe Brühe  animiert nicht zum Baden und der Swimming-Pool ( = das Blechbecken vor der Veranda) lockt auch keinen hinein. Da ist es schon besser, im Liegestuhl unter einer Palme ein kühles Bier oder einen Ron Abuelo zu genießen und auf ein Bad im Meer oder im Pool zu verzichten.

Um 16:00 Uhr fahren wir zurück nach Colon und dann über die Autobahn nach Panama City. Zuerst wird das andere Pärchen im Country Inn and Suites abgeladen und dann ist unsere Ausflugstour am Crowne Plaza zu Ende. Wir bekommen die Zimmer 411 und 816 und haben keine Lust mehr, zum Abendessen in ein Restaurant zu gehen. Wir trinken noch zwei Rum Punch an der Bar und gehen ins Bett.

Playa Bonita Resort

Mittwoch, 19.3. 2014

Der heutige Morgen gefällt uns: Wir brauchen nämlich nicht früh aufzustehen und können ohne Hektik frühstücken. Für die nächsten Tage haben wir nämlich das Interconti Playa Bonita Resort gebucht, um uns von den Anstrengungen der Reise zu erholen.

Um 11:00 Uhr fahren wir mit einem Taxi für 40 Dollar zum Playa Bonita Resort. Unterwegs machen wir hinter der Brücke Puente de Las Americas einen Fotostopp. Wir sind erstaunt, dass der Aussichtspunkt den Chinesen gewidmet ist.
Ein Denkmal weist darauf hin, dass die Chinesen seit 150 Jahren in Panama präsent sind  und dass Panama sich sehr über die gute Zusammenarbeit freut.
Im Interconti Playa Bonita werden wir als Members der Interconti-Kette nett empfangen. Alles ist vorbereitet, aber da wir zwei getrennte Betten haben wollen,dauert es noch etwas, bis auf der Members-Etage unsere Wünsche mit einem anderen Zimmer erfüllt werden. Mit den Zimmern 307 und 309 sind wir dann sehr zufrieden, denn wir haben ein geräumiges Zimmer, zwei Queen-Betten, einen Balkon mit Blick aufs Meer und ein schönes Bad. Alles ist in Ordnung und nicht zu feucht.
So packen wir erst einmal alles in Ruhe aus und suchen uns dann am Strand bzw. am Pool eine freie Liege, von denen genug vorhanden sind.
Wenn Sie mehr über das Hotel wissen wollen, schauen Sie sich doch einmal die  Bewertungen im Tripadvisor und bei Holidaycheck an. Es ist inzwischen ein Dreams Hotel und renoviert worden. Vielleicht gefällt es Ihnen.
Die Anlage ist sehr schön und gepflegt, aber der Strand nur mäßig. Das Meer steigt bei Flut mehrere Meter, ist aber nicht sauber. Der Untergrund ist milchig und zementfarben. Schade.

Vielleicht haben wir fälschlicherweise auch ein Hotel gewählt, das zu nah am Eingang des Kanals liegt und vielleicht wären ein paar Erholungstage auf den Inseln Bocca de Toros besser gewesen. Jetzt sind wir aber einmal hier und wollen uns erholen.
Ich spaziere am Strand entlang in Richtung zum Westin Hotel, das einige hundert Meter weiter östlich liegt  und stelle fest, dass überall Mangroven wachsen, wobei das Wasser schmutzig ist und stinkt. Irgendwo muss Brackwasser sein. Und dann entdecke ich auch als Ursache den Bach, der zwischen den beiden Hotels ins Meer fließt.
Zur Happy Hour können wir  den Welcome Drink nicht verwenden, da der nur in der Lobby Bar gilt. Viele Gäste haben All-Inclusive-Armbänder. Ein Abendessen für Leute mit Halbpension wie uns gibt es heute nur als Beach Party. Dafür sind 160 Plätze an 8er-Tischen mit viel Aufwand im Sand vorbereitet worden.. Dazu wurde ein Bühne mit Musik installiert, deren Lautstärke uns fast erschlägt.  Das Büffet (22,50 $ für Normalverbraucher) ist sehr ordentlich; es gibt auch ein Spanferkel vom Grill und Fisch und Hühnchen. Wir erfreuen uns an den Salaten und probieren einiges von den Platten. Der Fisch und die Hühnchen sind gut, das Spanferkel zu fett. Dafür sind die Desserts aber große Klasse. Die Musik ist viel zu laut und wir halten es deswegen nicht zu lange am Strand aus.

Donnerstag, 20.3. 2014

Jetzt haben wir endlich Ferien. Wir sitzen um 8:00 Uhr beim sehr guten Frühstücksbüffet auf der Terrasse des Restaurants. Der Service ist ausgezeichnet und wir sind sehr zufrieden.
Danach legen wir uns etwas abseits vom Pool mit der Musik-Dauerberieselung unter eine Palme.

Der Strand ist vorne hell, dahinter grau, schmutzig wie nasser Zement und wie Schlick am Wattenmeer. In der Ferne kann man die Schiffe beobachten, die vor der Kanaleinfahrt ankern und auf die Durchfahrtsgenehmigung warten. Manchmal sind es mehr als 30. Die Sicht ist schlecht, dazu ist es diesig und heiß. Das Thermometer zeigt 36°C und es ist heiß. Nur gut, dass der Wind weht - und das manchmal ganz kräftig.
Am Abend gibt es ein italienisches Büffet, das sehr gut aussieht, aber schnell abgegrast ist. Dafür werden wir bei der Berechnung der Biere bevorzugt, die wir bestellt haben.

Freitag, 21.3. 2014

 

Wir sitzen schon wieder vor 8 Uhr beim Frühstücksbüffet und wundern uns um halb zehn, dass kein Mensch am Pool oder am Strand liegt. Wir sind fast allein. Der Himmel ist etwas bedeckt und der Wind weht schon recht kräftig. Ich habe mehrere Moskitostiche von gestern - sogar auf der Stirn. Ich weiß nicht, ob die Stiche von Moskitos oder Sandfliegern herrühren.
Im Laufe des Tages bedeckt es sich; erst am Nachmittag trudeln wieder einige Gäste ein. Wahrscheinlich haben viele die Kanalfahrt mitgemacht oder irgendetwas besichtigt. Auf dem Gelände wird wieder kräftig gegen Insekten gesprüht: Überall stinkt und qualmt es.
Samstag, 22.3. 2014

Wir stehen früh auf und sitzen schon um halb acht beim Frühstück. Ich habe wieder neue Moskitostiche auf der Stirn. Es können also kaum Sandfliegen sein.
Die Sonne kommt nur ab und zu durch die Wolken und es ist noch diesiger als gestern. Am Pool ist wenig los und am Strand auch. Der Wind ist aber nicht so stark und ganz angenehm. Ich mache eine Erkundungstour um die Bucht herum und muss ganz schön um die Felsen herum klettern. Leider ist aber auch dort an den Felsen das Wasser nicht klarer.

Hans und Ute spazieren auf der anderen Seite der Bucht am Strand entlang zum Westin Hotel. Die Mangroven und Baumwurzeln dort am Strand sehen bei Ebbe malerisch aus, zeigen aber auch, dass es sich hier um Brackwasser handelt. Kein Wunder also, dass hier so viele Moskitos sind.
Hinterher frischt der Wind auf, dass es unangenehm wird am Strand. Wir verziehen uns an den Erwachsenenpool, wo es nicht so windig ist. Aber es fliegen Verbrennungsreste von Müll durch durch die Luft. Außerdem werden wieder kräftig Insektizide versprüht.
Zur Happy Hour lösen wir heute unseren Welcome Drink am Pool ein. Es ergibt sich ein sehr schönes Bild, als die Sonne untergeht.
Abends sprühe ich mich zum Büffet kräftig mit einem Moskitorepeller ein. Die Moskitos stechen trotzdem. Am Morgen habe ich vier neue Stiche.

Sonntag, 23.3. 2014

Schon kurz vor sieben sitzen wir warm angezogen beim Frühstück, denn heute nehmen wir Abschied und fliegen nach Bogota, das im Gebirge von Kolumbien liegt und wesentlich niedrigere Temperaturen aufweist. Die Mückenstiche jucken ungemein. Wir frühstücken drinnen, weil es kühler ist und die Vögel nicht auf den Stühlen und Tischen umherhüpfen.

Unser Taxi steht um 9:00 Uhr vor der Tür und fährt uns zum Flughafen, wo wir 35 Minuten später eintreffen. Die Warteschlange ist lang und es dauert mehr als eine halbe Stunde, bis wir einchecken können. Wir bekommen aber unsere reservierten Plätze.
Nach einer Stunde und 10 Minuten landen wir in Bogotá, wo Raphael Guerrero wartet, mit dem wir ein Rundtour vereinbart haben. Das geht prima, denn am Ausgang des Flughafens wartet Gustavo mit einem Minivan. Wir laden unser gesamtes Gepäck ein und fahren in die City. Unser erster Eindruck von dieser Stadt mit den vielen Graffitis und
heruntergekommenen Gebäuden  ist nicht berauschend, weil wir das aus Panama gar nicht gewohnt sind. Leider fängt es an zu regnen und es wird ungemütlich, da es sowieso nur 20°C sind. Für die tropischen Verhältnisse, aus denen wir gerade kommen, ist das nicht sehr viel. Immerhin liegt Bogotá 2600m hoch, was wir vorher so gar nicht registriert hatten.
Das war´s von Panama. Ich hoffe, der Reisebericht hat Ihnen gefallen und es sind ein paar brauchbare Informationen für Sie dabei, wenn Sie vorhaben, Panama zu besuchen.  Vielleicht haben Sie aber auch Interesse an anderen Reiseberichten von mir. Schauen Sie doch mal auf meine Reiseseite!

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